Auch in diesem Jahr war es wieder so weit…vorgezogene Saisoneröffnung bei Minusgraden.  Am Plöner See angekommen,  sah alles aus wie gewohnt: Wasser, Wind, bekanntes Revier.
Herz und Gehirn waren in absolutem Widerspruch…weder Segeln noch Campen lagen im Bereich des Möglichen…schaaaade…es war affenkalt und ungemütlich … aber wir wären ja soooo gern…
 
Schnell waren die paar Meter vom Parkplatz in Dörte’s Ferienwohnung gegangen, Tür auf und schon war es schön…gedeckte Tische, Kaffeekannen, Torten und Kuchen wie aus dem Bilderbuch und Menschen, die man gern wiedersieht…es fühlte sich ein bisschen an, wie nach Hause kommen. 
 
Danke Dörte, für alle Mühe,  die Du dir gemacht hast, damit wir es alle schön haben!
 
Nach dem Kaffee wurde lauthals zum Abmarsch geblasen.  Anna fiel auf, dass das alljährliche Foto fast vergessen wurde und so stellten sich alle auf… wie auch 2016, 2015, 2014, …. 1990…. ??? Kurz vor dem Drücken des Auslösers rief Anna:“Wo ist denn der Bollwagen, der fehlt?“ Jan ganz trocken: „Das wäre wie ein Weihnachtsfoto ohne Tannenbaum.“  Also wurde fix der Bollerwagen in Position gebracht,  die traditionellen Fotos geschossen und ab ging die „wilde Hatz“ 😉 
 
Da es gewohnheitsmäßig alle 100m eine Trinkpause geben würde, erfanden wir, an der Spitze des Zuges,  kurzerhand ein neues Spiel und wetteten…wie weit der Bollerwagen kommen würde,  ohne dass lauthals eine Trinkpause gefordert wurde und wer sie einfordern würde. Durch das entschlossene Voranschreiten der beiden „Zugpferde“ des Bollerwagens (Ole und Jan) kamen wir sage und schreibe immerhin fast 500 Meter am Stück voran und übersprangen unglaublicherweise zwei komplette Traditionspausenstellen. 
 
Die Mehrheit hatte auf Norbert gewettet, aber letztendlich gewannen diejenigen, die auf  Michael getippt hatten… auf unsere Jungs ist eben Verlass… 😉
 
Die Wanderung verlief ohne großartige Vorkommnisse.  Es wurde gequatscht, gelacht, gelästert, gegessen und getrunken. Pünktlich als es dunkel wurde, fing es an zu schneien und die von Michael mitgebrachten Fackeln wurden entzündet. Wir fühlten uns ein bisschen wie Ritter Rost und seine Kumpane…es war toll! 
 
 
Gegen 18.30 Uhr erreichten wir unser Ziel…
Traditionell, wie jedes Jahr, das „Dreiländereck“ in Bredenbek. Der sportliche Anspruch unserer Wanderung war einfach „weltmeisterlich“. Ganze 5,07 Kilometer, in der Laufzeit von 1:10 Stunde… hört sich gar nicht so schlecht an…. allerdings bei einer Gesamtlaufzeit von ca. 2:30 Stunden… wer rechnen kann, merkt schnell, dass die Pausen länger waren als die Wanderung. Wir waren nicht die Schnellsten, aber die Lustigsten und es hat Spaß gemacht. 
Kaum öffneten wir die Tür vom „Dreiländereck“, wehte uns der Geruch von leckerem Essen entgegen. Renate und ihre Crew hatten alles perfekt für uns vorbereitet und innerhalb kürzester Zeit hatten alle ein Getränk und ihr Essen vor sich. Nach dem Essen wurde der Grünkohlkönig 2017 gekürt. Bei diesem Wanderpreis handelt es sich um einen Schweinegebissknochen (aus meiner Sicht das ekligste,  gruseligste, widerlichste Teil der Welt, das ich nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würde und bei dem es mich jedesmal schüttelt, wenn das Teil im mein Gesichtsfeld kommt). 
In diesem Jahr fiel die Wahl auf Norbert…den einzigen, der während der Wahlphase noch gekaut hatte 🙂 Sagt man jetzt „Herzlichen Glückwunsch „? Nun ja… das ist jedem freigestellt… ich sage eher… „Der Arme“ und werde weiterhin keinen Grünkohl essen. Dann kann ich niemals Grünkohlkönigin werden 😉
 
 
Es war ein lustiger schöner Tag, der uns die Wartezeit auf das Frühjahr und den ersten Segeltörn verkürzt hat. Nicht mehr lange und wir sehen uns wieder regelmäßig. Ich freue mich darauf!
 
Anne
 
Weitere Bilder findet ihr selbstverständlich in der Bilder-Rubrik
Die GSG wandert 2017…oder…so wie immer…

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